Das Jahr 2016

Oktober/
November

Apfel-Kelterfest und Herbstwanderung
Das Apfel-Kelterfest der Natur- und Vogelschutzgruppe Hainchen für Kinder hat wieder ausgezeichnete Resonanz gefunden: Fast 20 Kinder fanden sich zur Apfelernte und dem anschließenden Saft-Keltern auf dem Hof der Familie Margraf an. Um auch zukünftig in schlechten Apfeljahren ausreichend Rohstoffe für das Apfelfest und den Apfelwein der Vogelschutzgruppe zu haben, haben die Hainchener Naturschützer jetzt einen langfristigen Pachtvertrag für eine Obstwiese in der Flur „Auf den kleine Rödern“ abgeschlossen. Auch die Herbstwanderung mit Abschluß in der Straußenwirtschaft Lipp in Lindheim war gut besucht. 

Mai

Abendliche Vogelstimmen-Wanderung
Seit 1995 lädt die Natur- und Vogelschutzgruppe Hainchen an Muttertag zu einer morgendlichen Vogelstimmenwanderung ein. Nachdem es immer wieder Anfragen gab, eine solche Wanderung auch einmal abends anzubieten, wurde im letzten Jahr ein erster Versuch gestartet, die Resonanz war überwältigend. 

März

Spechtwanderung
Zum zweiten Mal nach 2014, als der Grünspechts „Vogel des Jahres“ war, veranstaltete die Natur- und Vogelschutzgruppe Hainchen einer Spechtwanderung, um die heimischen Spechtarten vorzustellen und über ihre Lebensweise zu berichten. Dank der sehr vielfältigen Lebensräume in der Hainchener Gemarkung konnten in den letzten Jahren alle sieben in Hessen heimischen Spechtarten festgestellt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten beginnen Spechte mit ihrer Balz bereits im Februar und können dann Dank ihrer prägnanten Rufe und des Trommelns gut beobachtet werden. Die Mehrzahl der Spechte hat sich an spezielle Lebensräume angepasst und kommt daher in für sie charakteristischen Biotopen vor. Der Grünspecht als typischer Obstwiesenbewohner konnte an seinem lachenden Ruf bereits zu Beginn der Wanderung bestimmt werden. Sein naher Verwandter, der Grauspecht, ein Liebhaber lichter Laubwälder, machte sich im Verlaufe der Wanderung leider genauso rar wie der Mittelspecht, dem es Altbestände der Eiche angetan haben. Der Buntspecht, der nicht nur einer der häufigsten Nicht-Singvögel Deutschlands ist, sondern darüber hinaus auch Wappenvogel der Hainchener Naturschützer, konnten dafür immer wieder beobachtet werden. Doch nicht nur das Balzverhalten gefiederter Spezies wurden in der dreistündigen ausgiebig beobachtet, auch ein sonderbarer motorisierter Zweibeiner wurde mehrfach gesichtet und veranlasste mit seinem merkwürdigen Sozialverhalten die Wandergruppe zu ausführlichem Kopfschütteln. Der krönende Abschluss der Wanderung war dann aber wieder tierischer Art: Ein rufender Schwarzspecht, der als größter europäische Specht im Buchenhochwald lebt. Den Abschluss fand die Wanderung beim gemeinsamen Mittagessen in der alten Schule in Hainchen.

Januar

Hainchener Naturschutzgruppe mit neuer Vorstandsbesetzung
Die diesjährige Hauptversammlung der Hainchener Natur- und Vogelschutzgruppe stand unter dem Zeichen einer Satzungsänderung: Nachdem die bisherige erste Vorsitzende des Vereins, Bianca Ruppert, nach erfolgreicher Tätigkeit ihr Amt niedergelegt hatte, beschloss die Hauptversammlung, dass der Verein zukünftig von drei gleichgestellten Vorsitzenden geführt wird: Die Versammlung wählte hierzu Sabine Kopp, Manfred Eichin und Dieter Albrecht. Im Jahresbericht blickte Sabine Kopp auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Die Entwicklung der Mitgliederzahl auf mittlerweile 165 ist weiterhin ansteigend, das Pfingstfest verlief hervorragend und Veranstaltungen wie die Vogelstimmenwanderung mit 40 Teilnehmern und das Apfel-Kelterfest der Jugendgruppe fanden eine ausgezeichnete Resonanz. Bei allem Licht gab es leider auch Schatten, beispielsweise erneuten Vandalismus am Vereinsgelände. Zukünftig wollen sich die Hainchener Naturschützer um die Anlage von Blühstreifen in der Ackerflur kümmern. Erste Gespräche mit Grundbesitzern und Landwirten laufen bereits. Blühstreifen sind wichtige Biotope für viel selten gewordene Arten wie das Rebhuhn und den Vogel des Jahres, den Stieglitz.